• Interessante Stadtführungen durch Hamburg im September 2008

    08. September 2008

    Hamburgs neuer alternativer Stadtführer Hamburg News führt im September 2008 eine ganze Reihe von interessanten Stadtteilführungen und Radfahrten durch verschiedene Hamburger Stadtteile durch. Die auch politisch sehr interessanten Veranstaltungen zeigen Hamburg von unten, aus Sicht der Arbeiterbewegung, der Lohnabhängigen und Erwerbslosen. Für den Stadtteil Wilhelmsburg steht zudem das Thema Gentrifizierung ganz oben.

    Nachfolgend eine Übersicht über diese Veranstaltungen im Monat September 2008. Weitere Infos können über die Webseite http://hamburg-news.org abgerufen werden.

    SüderelbbrückeWilhelmsburg erleben –
    Geführte Fahrradtour quer über die Insel // Samstag, 13. September 2008

    Wilhelmsburg ist Hamburgs größter Stadtteil. Jahrzehntelang eher vernachlässigt, rückt die große Insel im Fluss nun ins Interesse der Hamburger: Wegen ihrer Schönheit, ihrer Industriegeschichte, auch als Wohnort und für Großvorhaben. Die für 2013 vorgesehene Internationale Gartenbauausstellung (IGS) und die Internationale Bauausstellung (IBA) versprechen eine positive Entwicklung. Doch einiges läuft da quer und findet deshalb Widerspruch bei den Bewohnerinnen und Bewohnern.

    Unsere Tour beginnt im Freihafen, führt dann durch das alte Reiherstieg-Viertel. Dort stoßen auf zahlreiche interessante Spuren aus der Geschichte der Wilhelmsburger Arbeiterbewegung. Wir erkennen zudem: Wilhelmsburg ist ein vielfältiger und bunter Stadtteil. Naturparadiese erster Güte, wie etwa die Dove Elbe oder den Tide-Auenwald, prägen dann unsere weitere Fahrt durch den Wilhelmsburger Osten. Im Auenwald lockt uns ein Meer von Gräsern, Bäumen und Ästen. Besonders schön ist auch die Bunthäuser Spitze oder die alte Hafenarbeitersiedlung.

    Beginn: Samstag, 13. September 2008 um 11 Uhr an der Einfahrt zum Alten Elbtunnel in St. Pauli. Inklusive der verschiedenen Stopps dauert die Tour etwa viereinhalb Stunden. Im Anschluss geht es dann in ein schönes Ausflugslokal.

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  • Bauausstellung unter Beschuss

    04. August 2008

    Kritiker befürchten, dass der Stadtteil an seinen Bewohner vorbeientwickelt werde. Manche wehren sich gegen Strukturveränderungen, andere kritisieren den Mangel an konkreten Verbesserungen

    VON KRISTINA GERSTENMAIER

    Gegen die Internationale Bauausstellung (IBA) 2013 in Wilhelmsburg regt sich Widerstand. Kleingärtner sorgen sich um ihre Oasen, Studenten um die billigen Mieten, andere bemängeln, dass die Bewohnerschaft nicht genügend an den bevorstehenden Veränderungen beteiligt werde. "Die IBA ist nur für die IBA da", behauptet Michael Rothschuh, Professor für soziale Entwicklung.

    Obwohl sich IBA-Mitarbeiter, Investoren und die Bewohner Wilhelmsburgs einig waren, dass im Stadtteil etwas passieren muss, haben sich seit dem Auftakt im vergangenen Jahr mehrere kritische Initiativen gebildet. "Es besteht die Gefahr, dass hier wohnende Menschen durch Mietsteigerungen und durch die Umwandlung von Sozial- in Eigentumswohnungen vertrieben oder in Randbereiche abgedrängt werden", sagt der Journalist und Stadtteilaktivist Andreas Grünwald. Dies betreffe vor allem Migrantenfamilien und Wenigverdiener. Seit Monaten beschäftigt er sich im Aktionskreis "Wilhelmsburg gehört uns!" damit, wie man "die asozialen Komponenten der ,Durchmischung' genannten Vertreibung eines Teils der Bevölkerung" entgegentreten kann.

    Die Immobilienpreise stiegen zwischen 2005 und 2007 schon von 1.018 Euro pro Quadratmeter auf 1.233 Euro. Das städtische Wohnungsunternehmen Saga vermeldet keinen Leerstand mehr, seit viele Studenten und Künstler in Wilhelmsburg ihre Zukunft sehen. Eine Mietsteigerung gebe es jedoch nicht, sagt eine Saga-Sprecherin.

    Sanierungsarbeiten im Reiherstiegviertel haben bereits begonnen. Dabei werden in einem IBA-Projekt die Außenfassaden der Gründerzeitgebäude erneuert. Das "Weltquartier", das Menschen von über 30 Nationalitäten beherbergt, wird unter Beteiligung der BewohnerInnen umgebaut. Die 820 Wohnungen des Quartiers sollen renoviert und vergrößert werden, so dass 130 wegfallen. Allerdings werden auch neue Wohnungen gebaut.

    Bei den Projekten werde nicht viel herauskommen, unkt Michael Rothschuh. Auch Projekte, die sich erst einmal positiv anhörten, seien nicht nachhaltig. Sie würden nur angegangen, um 2013 etwas präsentieren zu können. Das so genannte Open House, bei dem "ein buntes Straßenleben" mit Geschäften und Cafés entstehen werden soll, hält er für überfrachtet. Auch Andreas Grünwald spricht von einer "reinen Inszenierung".

    Es gebe kein einziges Projekt, das den Bewohnern nutze, behaupten einige. "Ihr habt viel versprochen, aber umgesetzt wurde bis jetzt nichts", schimpfte Günther Katz, Vorsitzender des Bürgervereins, bei einer IBA-Veranstaltung. Der Zollzaun am Spreehafen im Norden des Stadtteils solle endlich geöffnet werden, damit die Anwohner Zugang zum Wasser hätten. Ein Fahrradweg solle den Stadtteil mit dem Alten Elbtunnel und St. Pauli verbinden.

    "Der IBA stehen eine Millionen Euro zur Verfügung", kritisiert Jörg von Prondzinski, der seit seiner Geburt im Stadtteil lebt. "Dafür wird Goldlametta gekauft und in die Luft gepustet." Eigentlich werde nur die Werbetrommel gerührt, um Investoren anzulocken.

    Gute Ansätze wie der Themenschwerpunkt "soziale Stadt" seien zwar vorhanden, meint Michael Rothschuh, aber die IBA habe keine Erfahrung damit. Deswegen sei die Umsetzung unzureichend. "Eine Befragung im Weltquartier ist keine längerfristige Bürgerbeteiligung", sagt Rothschuh.

    Die Bürgerbeteiligung ist der IBA wichtig. "Hier gibt niemand fertige Lösungen vor - schon gar nicht gegen den Willen der Betroffenen", teilt sie im Internet mit. Tatsächlich hat sie schon eine Reihe von Diskussionsforen auch unter Beteiligung von Bewohnern veranstaltet. Eine Ausstellung in einem ehemaligen Supermarkt gibt einen Überblick über die Themen und Pläne.

    Für Jörg Prondzinski steht fest, dass das grundlegende Problem Wilhelmsburgs der Lärm ist, dessen Lösung nicht angegangen werde. Im Zuge des IBA-Kultursommers, der in erster Linie Werbung für den Stadtteil machen solle, habe der Lärm sogar noch zugenommen. "Es wird versucht, Negativ-Lärm, wie die Container vom Hafen, mit Positiv-Lärm zu überdecken", moniert er.

    Prondzinski ist Mitbegründer der Lärmschutzinitiative "60 Dezibel", die der IBA vorwirft, die lärmempfindliche Bevölkerung verdrängen zu wollen. Zwar würde die IBA gern die zentrale Wilhelmsburger Reichsstraße verlegen und den Durchgangsverkehr um den Stadtteil herumlenken. Doch zugleich plant der Senat einen neuen Containerhafen am Rande des Stadtteils.

    Auch unter den Kleingärtnern regt sich Widerstand. Die Gruppe "Zornige Gartenzwerge" kämpft um ihre Kolonie Bauernfelde, die teilweise geräumt werden soll. Die Gärten sollen Teil des Geländes der mit der IBA verbundenen Gartenschau werden. Die meisten Kleingärten sollen aber nur umgestaltet werden. Die Kleingärtner üben grundsätzliche Kritik an den IBA-Projekten: "Schwachsinn ist es", sagt Kleingartenbesitzer Ronald Wilken, "wenn Grün gegen Grün kämpfen muss."

    Beileibe nicht alle Wilhelmsburger sehen die IBA so kritisch. Manuel Humburg von der Bürgerinitiative "Zukunft Elbinsel" könnte vieles von den allgemeinen Projekten unterschreiben. Er glaubt nicht, dass der Stadtteil nach ökonomischen Kriterien umstrukturiert wird. "Der Mensch braucht mehr als bezahlbaren Wohnraum", meint er, "zum Beispiel Bildung". Darum kümmere sich die IBA in Gestalt einer neuartigen Stadtteilschule. Einige Kritiker argumentierten "unglaublich oberflächlich".

    IBA 2013

    Die IBA ist ein Prozess, mit dem die Lebensbedingungen im Stadtteil über mehrere Jahre hinweg verbessert werden sollen. Die zentrale Idee ist, dass mitten in der Großstadt, auf der Elbinsel zwischen der City und Harburg, Stadtentwicklung betrieben wird. Dabei will das IBA-Büro wegweisende Lösungen für das 21. Jahrhundert finden. Sie orientieren sich an drei Themenkreisen: dem Zusammenleben vieler unterschiedlicher Ethnien, dem Klimawandel und den "inneren Stadträndern", denn Wilhelmsburg ist umgeben von Hafen-, Industrie- und Verkehrsflächen. KNÖ

    Verwendung: taz hamburg vom 04. August 2008

  • Wilhelmsburg verträgt kein Gucci

    02. Juli 2008

    Bericht von unserer Veranstaltung in der Tageszeitung Junge Welt
    vom 2. Juli 2008

    Das Reiherstieg-Viertel in Hamburg WilhelmsburgHamburger Armutsviertel soll flottgemacht werden. Berliner Soziologe warnt vor Folgen der Gentrifizierung

    Mit einem »Sprung über die Elbe« und einer Internationalen Bauausstellung (IBA) will der CDU-geführte Hamburger Senat den auf einer Elbinsel gelegenen Armutsbezirk Wilhelmsburg »aufwerten«. Für CDU-Bürgermeister Ole von Beust hat die Aufgabe »höchste Priorität«, denn die Elbinsel biete den Raum für die »wachsende Stadt«. Doch die Wilhelmburger selbst sind indes wenig angetan von dem Bemühen um ihr Quartier.

    Während Medien und IBA-Geschäftsführer Ulrich Hellwig seit Monaten keine Gelegenheit auslassen, zu betonen, daß nun endlich die Chance da sei, einen seit den 80ern als »restlos kaputt« geltenden »Problembezirk« zu heilen, lehnen viele der Inselbewohner die Planungen ab. Man sei »in tiefer Sorge«, daß die als Aufwertung verkaufte Umstrukturierung am Ende nur dazu führe, daß die Mieten steigen und der Stadtteil zum »Spekulationsobjekt für Privatinvestoren« werde, hieß es am Montag abend auf einer gut besuchten Protestveranstaltung. Zu Gast war auch der Berliner Soziologe Andrej Holm, der die sozialen Verdrängungsprozesse im Zuge einer »neoliberalen Stadtpolitik« am Beispiel des Berliner Stadtteils Prenzlauer Berg verdeutlichte.

    Von Beust setzt dagegen, daß Hamburg wachsen müsse und die Elbinsel den dafür nötigen Raum biete. 35 Quadratkilometer ist das Eiland groß. Fast die Hälfte der rund 50000 Einwohner sind so arm, daß sie auf staatliche Transferleistungen angewiesen sind. In keinem anderen Viertel Hamburgs sind die Erwerbslosenquote sowie der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund höher als in Wilhelmsburg. »Wieviel Gucci verträgt die Insel?« fragte deshalb Hellwig gleich zu Beginn des von ihm geleiteten Aufwertungsprozesses. Besonders das Reiherstieg-Viertel – ein durch zahlreiche Gründerzeitbauten geprägtes Altstadtviertel – hat es dem Geschäftsführer der für 2013 geplanten IBA angetan.

    Stadtplaner nennen das, was er betreibt, Gentrifizierung: Um die Stadtentwicklung voranzutreiben, werden »Pioniere« angelockt. Meist sind es Studenten, die mit extra bezuschußtem und damit sehr günstigen Wohnraum versorgt werden. Hellwigs Kalkül: Mit jedem dieser Studenten ändert sich der Alltag im Viertel, geraten gewachsene Milieus durcheinander. So entdecken schließlich auch Künstler die »inspirierende Vielfalt« dieses Stadtteils und Investoren scharren mit den Hufen. Da dies nicht von allein passiert, hilft Hellwig mit einer millionenschweren Imagekampagne. Wilhelmsburg, das sei die »neue Mitte«, die »Zukunft Hamburgs«, heißt es in zahlreichen bunten Werbeflyern. Events und staatlich finanzierte Dauerpartys sollen die Stimmung anheizen. Ist das Viertel erst aufpoliert, so hofft Hellwig, würden sich auch finanzkräftige Neubewohner in den mit öffentlichen Mitteln sanierten Altbaubeständen niederlassen.

    »Scheiß auf Gucci« ist die Antwort vieler Bewohner. Sie schimpfen über »unerträglichen Dauerlärm« und verlangen, daß der »bezahlbare Wohnraum« auch für sie geschützt werde. Andrej Holm warnte am Montag abend: »Sie werden euch mit Beteiligungs- und Partizipationsformen kommen, sie werden sagen, daß alles, was gemacht werde, mit den Bewohnern besprochen werde«. Doch am Ende eines solchen »Stadtplanungsregiments« stünde allein das »ökonomische Verwertungsinteresse«. »Prüft deshalb jede Maßnahme, die sie euch anbieten, auf ihren realen Gebrauchswert für euch selbst«, riet Holm den widerständigen Wilhelmsburgern.

    Verwendung: Junge Welt vom 2. Juli 2008

  • 85 Besucher bei Gentrifizierungskritischer Veranstaltung

    01. Juli 2008

    Rund 85 Besucher zog gestern unsere erste öffentliche Veranstaltung zur Gentrifizierung in Wilhelmsburg. Dazu eingeladen war als Referent der Berliner Stadtsoziologe Andrej Holm, der von Gentrifizierungserfahrungen und den Widerstand der Bevölkerung gegen solche Prozesse aus dem Berliner Stadtbezirk Prenzlauer Berg berichtete.

    Die Veranstaltung war damit gut besucht, allerdings, sowohl in der Zusammensetzung, wie auch im Verlauf der Debatte, nicht frei von Widersprüchen. Nähere Infos dazu finden Sie hier demnächst.

    Intern ausgewertet wird die Veranstaltung auf unserem Gruppentreffen am 3. Juli im Bürgerhaus Wilhelmsburg.

  • »Es gibt bereits Protest«

    30. Juni 2008

    Andreas Grünwald, 49, geb. in WilhelmsburgDie Arbeitsgruppe Wilhelmsburg diskutiert Umstrukturierung und neoliberale Stadtpolitik

    taz: Herr Grünwald, wie weit ist die Aufwertung von Wilhelmsburg gediehen?

    Andreas Grünwald: Noch ist sie in der Planungsphase. Im Moment wüsste ich nicht, welche Bauvorhaben eigentlich real sind. Außerdem gibt es eine Kampagne, um das Image des Stadtteils aufzubessern.

    Was meinen Sie konkret, wenn Sie die neoliberale Stadtpolitik kritisieren?

    Es ist die ökonomische Verwertung des Stadtteils mit dem Ziel, Geschäftsleute, Privatinvestoren und besserverdienende Neuzuzöglinge anzuziehen, statt etwas für die Menschen zu machen, die schon da sind. Davon leben 50 Prozent von staatlichen Transferleistungen.

    Sie haben den Berliner Soziologen Andrej Holm eingeladen. Was kann Hamburg von Berlin lernen?

    Als Stadtteilaktivist hat sich Holm mit ähnlichen Entwicklungen im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg beschäftigt. Wir erhoffen uns Anregungen für eine konkrete Form des politischen Widerstands vor Ort.

    Hat Wilhelmsburg das gleiche widerständische Potential?

    Im Rahmen der IBA-Prozesse müssen Hunderte Kleingärtner jetzt ihre Parzellen aufgeben. In der Weimarer Straße sollen bisher günstige Sozialwohnungen in größere und damit teurere Wohneinheiten umgewandelt werden. Da gibt es bereits eine Menge Protest. Interview: MKG

    19.30 Uhr, Rudolfstr. 5, Eintritt frei

    Verwendung: taz hamburg vom 30. Juni 2008

  • Einladung zu unserem nächsten Gruppentreffen am 3. Juli

    27. Juni 2008

    Einladung zum nächsten Gruppentreffen unserer Arbeitsgruppe Wilhelmsburg / AK Umstrukturierung am
    Donnerstag, 3. Juli 2008, 19 Uhr im Bürgerhaus Wilhelmsburg

    Liebe Freundinnen und Freunde,
    liebe Kolleginnen und Kollegen,

    nach Rücksprache mit Ronald Wilken lade ich hiermit zum nächsten Treffen unserer Diskussionsgruppe ein.

    Als Tagesordnung schlagen wir vor:

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  • Umstrukturierung - Mieterhöhungen - Neoliberale Stadtpolitik. Diskussionsveranstaltung mit Andrej Holm

    16. Juni 2008

    AK.WHB_Flyer 30.06_web

    In sieben Diskussionsrunden haben wir seit dem Herbst 2007 die aktuellen Entwicklungsprozesse in Wilhelmsburg diskutiert, Einschätzungen dazu festgehalten.

    Jetzt gehen wir mit dazu mit einer ersten Veranstaltung an die Öffentlichkeit. Unter dem Titel

    Umstrukturierung - Mieterhöhungen - Neoliberale Stadtpolitik. Was im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg passierte, was auf uns in Wilhelmsburg zukommt und was wir tun können

    laden wir alle Interessierten dazu herzlich ein.

    Auf der Veranstaltung hören wir einen Erfahrungsbericht des Berliner Stadtsoziologen Andrej Holm und wollen mit ihm anschließend die Entwicklungen in unserem Stadtteil Wilhelmsburg diskutieren. Holm ist Dozent an der TU Berlin und berichtet uns von ähnlichen Entwicklungen im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg, aber auch vom Widerstand der dortigen Bewohner gegen Mieterhöhungen und die "Aufwertung" ihres Stadtteils.

    Ort und Zeit:
    Im Haus der Bürgerinitiative ausländische Arbeitnehmer, Rudolfstraße 5
    Montag, 30.06, 19:30 Uhr.

    Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns aber über Spenden zur Deckung der Kosten.

    Wer mithelfen möchte bei der Werbung für die Veranstaltung: Flyer und kleine Plakate sind im Buchladen Lüdemann in der Fährstraße erhältlich. Auf diesen befindet sich der folgende Ankündigungstext:

    Wilhelmsburg ist im Fokus der Hamburger Stadtentwicklungspolitik angekommen, so viel ist klar. Es soll "aufgewertet" werden. Was das für uns hier bedeutet, wollen wir aber nicht bunten Broschüren entnehmen, sondern kritisch hinterfragen.

    Wir sind ein offener Kreis von Leuten aus Wilhelmsburg, die sich zu den stattfindenden und geplanten Veränderungen in ihrem Stadtteil Gedanken machen und nach Handlungsmöglichkeiten gegen Tendenzen suchen, mit denen sie nicht einverstanden sind. Wir laden deshalb alle ein, denen es ähnlich geht:

    Für Montag, den 30. Juni, haben wir den Berliner Soziologen Andrej Holm eingeladen, der selbst mit anderen im Rahmen der Kampagne „Wir bleiben Alle“ Erfahrungen im Prenzlauer Berg / Berlin mit Auseinandersetzungen um Stadtteilaufwertung und Mieterinnen- und Mietervertreibung gemacht hat. Neben diesem Praxisbericht werden wir Aufwertungsprozesse auch theoretisch genauer unter die Lupe nehmen, um die Situation in unserem Stadtteil besser zu verstehen. Gemeinsam wollen wir dann vor diesem Hintergrund diskutieren und nach Positionen, Wegen und Möglichkeiten suchen.

    Kontakt zur veranstaltenden Gruppe:
    Internet: http://wilhelmsburg.blog.de
    eMail: ak-umstrukturierung@gmx.de
    Telefon: 0176 / 54 73 05 81

  • Einladung zu unserer siebten Diskussionsrunde

    03. Juni 2008

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    liebe Freundinnen und Freunde,

    hiermit erinnere ich für unseren Arbeitskreis aktive Wilhelmsburger / AK Umstrukturierung in Wilhelmsburg an unser nächstes Treffen

    am Donnerstag, 5. Juni 19:00 Uhr
    im Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestraße 23

    Dieses Treffen hatten wir bei unserer letzten Zusammenkunft vereinbart, um u.a. folgende Fragen zu klären:

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  • Protokollnotiz zu unserer sechsten Diskussionsrunde ...

    03. Juni 2008

    Unsere sechste Diskussionsrunde fand am 20. Mai in einem Gruppenraum des Bürgerhauses Wilhelmsburg statt. Eine Vorbereitungsgruppe hatte dafür das folgende Skript für die weitere Arbeit unserer Gruppe entwickelt:

    ... unserer Gruppe braucht endlich einen guten Namen – alle sollten mal überlegen, wie der lauten könnte ...
    ... in zwei Richtungen sollte unsere Arbeitform künftig gehen:
    1. Aufklärung und Information zu unserer Grundhaltung gegen die Gentrifizierung:
      + Grundhaltung herausarbeiten
      + interne Diskussionen / fortlaufende Reflektion unseres Tuns
      + Öffentlichkeitsarbeit
      + Arbeit an unserem Selbstverständnis als eine Art Manifest
      + Austausch mit anderen Bürgerinitiativen
      + ...
    2. konkrete / praktische Aktivitäten gegen drohende Mietpreiserhöhungen
      + uns informieren über Fakten (Richtlinien Sanierungsgebiete / Mietpeisbindung etc)
      + potentiell Betroffenen diese Informationen zugänglich machen (Öffentlichkeitsarbeit)
      + Vernetzung mit anderen schon Aktiven im Stadtteil und auch in anderen Stadtteilen
      + soziale Erhaltungsverordnung durchsetzen
      + ...
    Dann die Veranstaltung mit Andrej Holm machen. Inhaltlich sollten unsere Positionen zu den Gefahren der Gentrifizierung und ihren Auswirkungen auf die Mieten / auf die Mietsituation dabei im Mittelpunkt stehen. Aber auch die Erfahrungen von Holm im MieterInnenkampf. Die Veranstaltung soll möglichst Anfang Juli stattfinden. Dafür brauchen wir zum WIR Einsendeschluss Ende Mai ein Selbstverständnispapier und einen aussagekräftigen Gruppennamen. Auch das sollte am Dienstag diskutiert werden.

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  • Neue Stadtrundführungen für Wilhelmsburg und andere Stadtteile

    27. Mai 2008

    Der Verein Hamburg News, als ein neuer und alternativer Stadtführer für verschiedene Stadtteile in Hamburg, hat gerade sein Programm für Ende Mai bis Anfang Juli veröffentlicht.

    Bereits diesen Samstag findet zum Beispiel eine interessante Fahrradfahrt durch Wilhelmsburger statt. Näheres finden Sie hier.

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